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Verwaltungsmodernisierung

25 Jahre Verwaltungsmodernisierung: vom „Moderner Staat" zur digitalen Verwaltung

Die Modernisierung der Verwaltung ist keine Erfindung der letzten Jahre. Sie zieht sich als roter Faden durch ein Vierteljahrhundert deutscher Regierungsprogramme. Dieser Rückblick zeigt den Weg von den ersten Reformen bis zur digitalen Verwaltung.

Wer heute über digitale Verwaltung spricht, steht am vorläufigen Ende einer langen Entwicklung. Schon zur Jahrtausendwende hatte sich die Bundesregierung vorgenommen, den Staat schlanker, bürgernäher und effizienter zu machen. Die Programme wechselten, die Namen ebenso, das Ziel blieb.

1999: Moderner Staat – Moderne Verwaltung

Am 1. Dezember 1999 beschloss das Bundeskabinett das Programm „Moderner Staat – Moderne Verwaltung". Leitbild war der aktivierende Staat, der nicht alles selbst erledigt, sondern Rahmen setzt und Beteiligung ermöglicht. Es ging um eine neue Rolle des Staates im Verhältnis zu den Bürgerinnen und Bürgern und um eine Verwaltung, die den Anforderungen einer modernen Gesellschaft gerecht wird.

BundOnline 2005: der erste große Digitalisierungsschub

Teil des Programms war die E-Government-Initiative BundOnline 2005. Ihr Ziel: rechtsverbindliche elektronische Kommunikation zwischen Bürgern und Bundesverwaltung. Dafür mussten Dutzende Gesetze und Verordnungen angepasst werden. BundOnline 2005 war damit einer der ersten großen Versuche, Verwaltungsleistungen ins Netz zu bringen, lange bevor das Smartphone zum Standard wurde.

2006: Verwaltung innovativ und E-Government 2.0

Mit dem Regierungswechsel folgte ein neues Programm. 2006 beschloss die Bundesregierung „Zukunftsorientierte Verwaltung durch Innovationen" samt der Strategie E-Government 2.0. Auf dem ersten nationalen IT-Gipfel im Dezember 2006 in Potsdam wurde ein Zwölf-Punkte-Programm zur Stärkung des IT-Standorts verabschiedet. Die Handlungsfelder blieben vertraut: Personal, Organisation, Steuerung, E-Government und Bürokratieabbau.

Archivierte Startseite der Regierungsseite Verwaltung innovativ aus dem Jahr 2007 mit Nachrichten zum IT-Gipfel und zu E-Government 2.0
So sah die damalige Regierungsseite unter dieser Adresse 2007 als „Verwaltung innovativ" aus. Quelle: Internet Archive.
  1. 1999Moderner Staat – Moderne Verwaltung

    Regierungsprogramm mit dem Leitbild des aktivierenden Staates.

  2. 2000BundOnline 2005

    E-Government-Initiative für rechtsverbindliche Online-Kommunikation.

  3. 2006Verwaltung innovativ, E-Government 2.0

    Nachfolgeprogramm, erster nationaler IT-Gipfel in Potsdam.

  4. 2017Onlinezugangsgesetz (OZG)

    Verpflichtung, Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten.

  5. 2024OZG 2.0

    Novelle ohne feste Frist: Digitalisierung als Daueraufgabe.

  6. heuteDigitale Verwaltung im Alltag

    Elektronische Wohnsitzanmeldung, die 115 und erste KI-Anwendungen.

Ein Vierteljahrhundert Verwaltungsmodernisierung im Überblick.

2017 bis heute: das Onlinezugangsgesetz

Den vorerst wichtigsten rechtlichen Rahmen setzte 2017 das Onlinezugangsgesetz. Es verpflichtete Bund, Länder und Kommunen, Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Weil das ursprüngliche Ziel verfehlt wurde, folgte 2024 das OZG 2.0, das die starre Frist strich und die Digitalisierung als Daueraufgabe verankert. Im Alltag sichtbar wird das heute etwa bei der elektronischen Wohnsitzanmeldung, der einheitlichen Behördennummer 115 und ersten KI-Anwendungen.

Zur Geschichte dieser Domain

Die Adresse staat-modern.de gehörte einst zum Regierungsprogramm „Moderner Staat – Moderne Verwaltung". Das offizielle Angebot der Bundesregierung ist längst umgezogen und wird heute unter anderem Namen fortgeführt. Staat Modern ist ein unabhängiges, redaktionelles Informationsportal und keine Fortsetzung des Programms. Wir greifen die Geschichte hier auf, um die Entwicklung einzuordnen, nicht um ein amtliches Angebot vorzutäuschen.

Häufige Fragen

Was war das Programm „Moderner Staat – Moderne Verwaltung"?

Ein Regierungsprogramm, das das Bundeskabinett am 1. Dezember 1999 beschloss. Leitbild war der aktivierende Staat. Ziel waren eine bürgernähere, effizientere Verwaltung und der Abbau überflüssiger Bürokratie.

Was war BundOnline 2005?

Die E-Government-Initiative innerhalb des Programms. Sie sollte eine rechtsverbindliche elektronische Kommunikation zwischen Bürgern und Bundesverwaltung ermöglichen und war einer der ersten großen Digitalisierungsschübe der Verwaltung.

Ist Staat Modern die Fortsetzung des Regierungsprogramms?

Nein. Staat Modern ist ein unabhängiges, redaktionelles Portal ohne Verbindung zu einer Behörde. Die Domain gehörte historisch zum Programm, das offizielle Angebot wird heute an anderer Stelle fortgeführt.

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